Liebe Bürgerinnen und Bürger,
Der in der Bürgerinformationsveranstaltung angekündigte Finanzierungsrechner ist ab sofort online verfügbar: https://awop.oldchickenhill.de.
Damit können Sie für Ihre persönliche Situation berechnen, welche Beiträge und Gebühren auf Sie zukommen könnten – abhängig vom jeweiligen Finanzierungsmodell. Der Rechner bietet Ihnen einen Eindruck davon, wie die Zusammenhänge der jeweiligen Berechnungen aussehen. Es handelt sich dabei um „Modellrechnungen“. Sie können damit ausprobieren, wie sich die Zahlen verändern, sobald sich Parameter ändern. Dadurch können Sie die Größenordnungen kennenlernen.
Verbindlich wird die Aufteilung erst durch den Beschluss des Gemeinderats. Die genauen Zahlen hängen zudem von der Schlussrechnung bzw. den tatsächlichen Kosten des Projekts ab.
Wie geht es weiter?
Der Gemeinderat entscheidet in seiner Sitzung am 15. Oktober 2026, wie die Kosten auf Beiträge und Gebühren aufgeteilt werden.
- Beiträge sind einmalige Zahlungen für die Herstellung der Anlage. Sie richten sich in der Regel nach der Größe des Grundstücks und der Geschossfläche.
- Gebühren fallen laufend für die Nutzung der Anlage an, nach der Menge des eingeleiteten Abwassers.
Welche Anteile über Beiträge und welche über Gebühren finanziert werden, hat unterschiedliche Auswirkungen auf Familien mit Kindern, Rentnerinnen und Rentner, Alleinstehende in größeren Häusern, landwirtschaftliche Betriebe und Gewerbebetriebe. Genau dies können Sie mit dem Rechner nachvollziehen.
Was dem Rat wichtig ist
Der Gemeinderat muss eine Entscheidung für alle treffen. Dabei stehen soziale Gerechtigkeit und Ausgewogenheit im Vordergrund. Wir berücksichtigen:
- Familien mit Kindern, Seniorinnen und Senioren und Alleinlebende in größeren Häusern
- die Landwirtschaft, die unsere Grundversorgung sichert
- ortsansässige Gewerbebetriebe, die Arbeitsplätze bieten und Gewerbesteuer zahlen
Die Einmalzahlungen (Beiträge) verringern automatisch den Anteil der Finanzierung, der über Kredite abgedeckt werden muss. Je höher der Gebührenanteil liegt, desto höher werden die Kreditkosten (Zinszahlungen), die den Haushalt über etwa 20 bis 40 Jahre belasten können. Zudem ist eine lange Refinanzierung über Gebühren risikobehafteter, auch wegen des Zinsrisikos.
Wir bitten um Ihr Verständnis
Wir wissen, dass es sehr unterschiedliche Sichtweisen und Interessen gibt. Es allen recht zu machen, ist nicht möglich. Die rechtlich vorgegebene einheitliche Regelung kann für die einen etwas günstiger und für die anderen etwas teurer sein. Aber die Gemeinde ist an das Kommunalabgabengesetz (KAG) gebunden, das den Spielraum der Entscheidung rechtlich begrenzt.
Der Gemeinderat macht es sich nicht leicht und sucht eine Lösung, die fair und für alle tragbar ist. Wir bitten Sie um Ihr Verständnis und appellieren an Ihr Gemeinschaftsgefühl.
Haben Sie Fragen?
Wenden Sie sich gerne jederzeit an die Gemeinde. Wir beantworten Ihre Fragen und helfen bei der Nutzung des Rechners. Wir sind für Sie da!
Sobald der Gemeinderat eine Aufteilung Gebühren/Beiträge beschlossen hat, werden wir Sie mit einem weiteren Faltblatt, das an alle Haushalte verteilt wird, nochmals genau informieren.
Rainer Spicker
Erster Bürgermeister
























